Der Dreh- und Angelpunkt während unserer „Summer in the City“-Woche war unser Drogenkontaktcafé Bauwagen unter der Raschplatzhochstraße. Dort gab es jeden Tag ab 13:00 Uhr ein kostenloses warmes Mittagessen für die Menschen aus der Drogenszene. Das wurde so gut angenommen, dass unser Küchenteam jeden Tag zweimal gekocht hat. Im Bauwagen fanden in diesen Tagen viele Begegnungen und Gespräche statt. Jeden Nachmittag hielt einer unserer Mitarbeiter eine Andacht mit dem Anliegen, die drogenabhängigen Menschen in ihrer jeweiligen Lebenswelt abzuholen und ihnen Gottes Liebe nahe zu bringen. So ging es z. B. in einer Andacht um das Gleichnis vom verlorenen Sohn aus der Bibel. Einige Drogenabhängige brachten sich mit ihren Gedanken ein.

Vor dem Bauwagen fand auch am 24.08. von 13:00-16:00 Uhr unser jährliches Som-merfest für die Menschen aus der Drogenszene statt. Es kamen schätzungsweise ungefähr 300 Menschen und wir erlebten mit ihnen das beste Sommerfest seit Jahren. Es war eine unglaublich friedliche Atmosphäre. An verschiedenen Ständen haben wir den Besuchern aus der Szene kostenfrei verschiedene Salate, Würstchen, Kuchen und Getränke ausgegeben. Sie saßen an Tischen zusammen und erlebten Gemeinschaft untereinander sowie mit unseren Teilnehmern von „Summer in the City“. Dabei konnten sie die Erfahrung machen, dass sie auch ohne Drogen feiern, sich freuen und sowohl echte Gemeinschaft als auch ein Zugehörigkeitsgefühl erleben können.

Während die Band das Lied „Lobe den Herrn, meine Seele“ spielte, initiierten zwei Teilnehmer von „Summer in the City“ ganz spontan eine Polonaise. Mit jeder Runde, die sie über den Platz tanzten, schlossen sich immer mehr Sommerfest-Besucher der Polonaise an. Es war unglaublich zu sehen, was Musik und das Lob Gottes auslösen können und wie es Menschen, die völlig unterschiedlich sind, miteinander verbindet. Die Herrlichkeit Gottes erfüllte dieses Sommerfest auf besondere Weise. Einigen liefen Freudentränen über das Gesicht.