2Wir haben während „Summer in the City“ den Versuch gestartet, nicht nur tagsüber, sondern auch am Abend mit einem Team und unserem Mini-Shuttle mit Kaffee, Wasser und belegten Brötchen zum Stellwerk zu gehen. Das kam sehr gut an. Viele Drogenabhängige kamen auf uns zu, weil sie uns schon kannten, und freuten sich über die belegten Brötchen und Getränke. Am Abend empfanden wir die Atmosphäre dort unruhiger als tagsüber. Viele liefen auf dem Platz hin und her, riefen sich laut etwas zu und wirkten sehr getrieben. Andere saßen in kleinen Gruppen auf dem Asphalt, mit Taschenlampen bestückt, um bei der hereinbrechenden Dunkelheit weiter konsumieren zu können. Wir standen mit unserem Tisch in der Mitte des Platzes, als einer unserer Mitarbeiter seine Gitarre auspackte und Lobpreislieder spielte.
Spontan bildeten wir um ihn herum auch eine kleine Gruppe und sangen mitten in die Finsternis dieses Ortes hinein Lieder von Gottes Liebe, seinem Licht und von der Hoffnung, die Jesus schenkt. Liedzeilen wie „Herr, im Glanz deiner Majestät, auf den Stufen vor deinem Thron stehen wir in deinem Licht und singen dir Lieder“ gewannen an diesem Ort eine ganz neue, tiefere Bedeutung.