Anmelden

Vor dem Bistro200 bis 250 Personen feierten am ersten Mai fröhlich und fast ausgelassen das 20-jährige Bestehen des SOS-Bistros. Wahnsinn, was für ein buntes Volk zusammengekommen war.

Da waren die verschiedenen Randgruppenbesucher wie obdachlose, alkoholabhängige, drogenabhängige und sozial entwurzelte Männer und Frauen, denen der Dienst im SOS-Bistro seit Beginn der Arbeit besonders gilt. Da waren die Stammgäste des SOS-Bistros und des Bauwagens, ehemalige Drogenabhängige, die inzwischen eine erfolgreiche Therapie absolviert haben und die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter des SOS-Bistros, die in den 20 Jahren zeitweise mitgearbeitet haben. Der eine oder andere Mitarbeiter konnte sogar auf 20 Jahre engagierten Mitmachens zurückblicken. Es war eine Freude, sich zu begegnen und sich wiederzutreffen. "Ich habe wieder einmal gespürt, wo meine eigentliche Heimat ist", sagte eine Mitarbeiterin der ersten Jahre. Frühere Glücks- und Freude-Gefühle stellten sich wieder ein und manch einer der Menschen, die hier einen Ort der Zugehörigkeit und der Annahme gefunden haben, bedankten sich für das SOS-Bistro.

„Es ist wie am ersten Tag – da kamen auch so viele Menschen“ erzählte Jochen Buhrow, der als damaliger Gesamtleiter zusammen mit Waltraut Buhrow das „SOS Bistro und mehr“ ins Leben gerufen hat.

Am Buffet20 Jahre standen im Blickpunkt, die in vielen Menschen Spuren hinterlassen haben. Wo gibt es so etwas wie das SOS-Bistro? Es ist schon eine sehr besondere und vielleicht sogar einzigartige Arbeit in Hannover, die Gott hier geschaffen hat!

Schon vor dem Bistro fand sich eine Traube von feiernden Leuten ein, was vom Wetter auch wunderbar begünstigt wurde. Und dann in den Räumlichkeiten des Bistros: Es war kaum ein Durchkommen. Überall waren Menschen, nahmen sich in den Arm, begrüßten sich und tauschten sich aus. Ein Kuchenbüffet empfing die Gäste in dem hinteren Bistro-Saal - eine Fülle selbstgebackener Kuchen! Vorne lief mit Übertragung in die hinteren Räume ein kleines Festprogramm.

Reinhard Grammlich, der derzeitige Leiter des Bistros, begrüßte festlich gekleidet seine große Gästeschar. Gabi Moritz gab ihrer Freude Ausdruck, nach langen Jahren der Abhängigkeit und nach ihrer Therapie im Neuen Land nun Gott und seinen Leuten vollzeitig im Bistro dienen zu dürfen. Gabi Aselmann wurde den Gästen als neue Sozialarbeiterin für das Bistro vorgestellt. Jochen Buhrow und Regine KramarekUnd Jochen Buhrow bedankte sich bei allen, die die 20 Jahre möglich gemacht haben. Die Runde wurde abgeschlossen von den wertschätzenden Worten der Bürgermeisterin der Stadt Hannover, Regine Kramarek. Es war erstaunlich, wie viele Menschen in den vorderen Bistro-Raum dicht an dicht passten. Das Begegnen lief über vier Stunden, in den späteren Stunden noch bei frisch gegrillten Bratwürsten und leckeren Salaten.

Um 18.00 Uhr fand dann ein Dankgottesdienst als Höhepunkt der Veranstaltung im Bistro-Saal statt. Das Lob Gottes und die Ausrichtung auf SOS, Save Our Souls, "Rette unsere Seelen", standen im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Die Verkündigung hatte Jörg Macheil, der Pastor der uns verbundenen Gemeinde Koinonia, übernommen. Seine Worte machten Mut und gingen uns unter die Haut. Es ist in niemandem anders das Heil als allein in Jesus. Die Verkündigung Jesu als Retter unserer Seelen ist der Kern allen Dienstes und aller Angebote im SOS und im Neuen Land.

Ergänzt wurden die Aussagen durch Beiträge von dem Gesamtleiter des Neuen Landes, Eberhard Russ, dem vollzeitigen Mitarbeiter im Bereich Motivationsarbeit, Alexander Fitz, der Sozialarbeiterin Damaris Bretzner, die in verschiedenen Funktionen seit fast 20 Jahren im Bistro tätig war und dem Pastor unserer Hauptgemeinde (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Hannover-Walderseestraße), Michael Rohde, der auch den Abschlusssegen sprach. Michael Rohde überreichte einen Scheck von 200,- Euro im Namen der Gemeinde und verdeutlichte die Unterstützung und Verbundenheit zwischen Gemeinde und dem Bistro.

Es war ein erfülltes und unseren Herrn verherrlichendes Fest in einer besonderen Intensität!

Ein besonderer Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die so viel vor- und nachbereitet, gebacken und gekocht, auf- und abgebaut haben – Ihr seid ein tolles Team!

Nach wie vor wird das Bistro hauptsächlich von Spenden und ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen.

Auch wenn das Haus seit 01.01.2017 dem Neuen Land gehört und wir den Standort sichern konnten, bleibt die Zukunft spannend und glaubensvoll.

Dieses Fest hat uns neu ermutigt im niedrigschwelligen Bereich der aufsuchenden Arbeit dran zu bleiben und durch alle Höhen und Tiefen mit Gottes Hilfe weiter zu gehen.

Michael Lenzen, Mai 2017

Lebensberichte

Aktuelle Beiträge

Für unser Therapie-zentrum in Amelith suchen wir einen Psychologen (m/w)

Weiterlesen ...

und einen Sozialarbeiter (m/w)

Weiterlesen ...

Tag der Begegnung in Schorborn

TdB2017 logo

Weiterlesen ...

aps logo2

9. Internationaler Kongress für Psychotherapie und Seelsorge 31.5.-3.6.17

Weiterlesen ...

Am Ziel

Ein VW-Up für computence und mehr

Weiterlesen ...

Vor dem Bistro

20 Jahre SOS-Bistro

Weiterlesen ...

Wir sind Mitglied bei

Zum Seitenanfang